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Ulrich Saft
Der Kampf um Norddeutschland
Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe 1945

640 Seiten, 570 Bilder und militärische Lageskizzen, gebunden, Hardcover

Am 5. und 6. April 1945 setzten Einheiten der 9. amerikanischen und der 2. britischen Armee südlich von Hameln und nördlich von Minden über die Weser. Den insgesamt 20 feindlichen, voll ausgerüsteten und kriegserfahrenen Divisionen mit schier unbegrenzter Luftwaffenunterstützung, die in schnellen Vorstößen - aus dem Ruhrgebiet kommend - die Weser in Niedersachsen erreicht hatten, stand auf deutscher Seite das letzte Aufgebot gegenüber. Den zusammengewürfelten deutschen Einheiten aus Splittergruppen ehemaliger Divisionen, aus den Trossen der eingeschlossenen Heeresgruppe B sowie aus Alarm- und Ersatzeinheiten von Wehrmacht, Waffen-SS und Reichsarbeitsdienst fehlten schwere Waffen, Treibstoff und eine einheitliche operative Planung.

Trotzdem führten die hoffnungslos unterlegenen deutschen Verbände einen verzweifelt-harten und tapferen Abwehrkampf zur Verteidigung Norddeutschlands, um den Durchmarsch der westalliierten Truppen zur Ostsee und Elbe zu verzögern. Das militärische Ziel war, den Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten den Landweg für ihre Flucht nach Westen möglichst lange offenzuhalten. Als am 3. Mai 1945 in Norddeutschland die Waffen endlich schwiegen, waren zwischen Weser und Elbe etwa 5000 aufopfernd kämpfende deutsche Soldaten gefallen. Mehr als 1 Millionen Flüchtlinge konnten in diesen wenigen Wochen dem Zugriff der Sowjet-Armee entkommen.

Ulrich Saft, Jahrgang 1941 und pensionierter Oberstleutnant der Bundeswehr, wertete für diese spannend geschriebene und mit 570 Fotos und militärischen Lageskizzen hervorragend illustrierte Dokumentation alle verfügbaren deutschen und ausländischen Quellen sowie hunderte Zeugenaussagen aus.

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Besiegten 7
Nur „Sonnenfinsternis" und keine Zukunft 9
Angriff ist die schlechteste Verteidigung 17
Der schwache linke Flügel 21
Die Panzer-Kompanie aus Oerbke 27
SS-Bataillon gegen Panzer-Division 35
Die Kampfgruppe „Wiking" in Hannover 53
Nebelwerfer im Kampf bei Celle 67
Das offene Tor zwischen Heide und Harz 83
Festung Rethem 103
Brückenkopf Schwarmstedt—Essel 127
Entscheidung im Ostenholzer Moor 157
Der Kampf um Winsen und Wolthausen 169
Wienhausen und der Phyrrussieg am Hahnenmoor 183
Die stille Hölle 197
,Wietze-Front" und „Heide-Linie" 221
Uelzen und drei Ritterkreuze 235
"Wüstenratten" in Kirchboitzen, Walsrode und Fallingbostel 263
Verden - Festung ohne Verteidiger 283
Visselhövede, Neuenkirchen und das Ende eines Regiments 299
Soltau und der Kessel-Willenbockel 325
Das Ende von „Clausewitz" bei Fallersleben 345
Zwischen Weser und Wümme 373
Bremen im Rücken 387
„Standuhr" zwischen Wietzendorf und Munster 403
Die „Guards Division" in Rotenburg, Zeven und Bremervörde 417
Vor den Toren Hamburgs 447
„Enterprise" zwischen Dömitz, Lauenburg und Lübeck 483
,Vae victis!" oder „Keine Gnade den Besiegten!" 515
Anhang- Soldatengräber, Taktische Zeichen,
Dienstgrade, Quellen, Ortsverzeichnis 525

 

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