Franz W. Seidler
Avantgarde für Europa
Ausländische Freiwillige in Wehrmacht und Waffen-SS
448 Seiten, 32 Bildseiten, gebunden im Großformat
Mit dem Ostfeldzug, der mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann, erhielt der Zweite Weltkrieg eine völlig neue Dimension. Die Auseinandersetzung mit dem Bolschewismus empfanden viele Menschen verschiedenster Nationalität in Europa als ihr ureigenstes Anliegen. Hier war Hitler für sie kein Okkupant, sondern wurde als Wegbereiter für ein freies, antibolschewistisches Europa der selbstbestimmten Völker gesehen.
Zu Tausenden meldeten sich daher ausländische Freiwillige zum Einsatz gegen die drohende globale Gefahr, die bolschewistische Weltrevoltion. Sie wurden in den multinationalen Einheiten der Waffen-SS ausgebildet und schließlich im Kampf gegen die Rote Armee sowie gegen sowjetische Partisaneneinheiten eingesetzt. Zunächst waren das Nord-, West- und Südeuropäer wie etwa Norweger, Dänen, Schweden, Finnen, Briten, Niederländer, Schweizer, Franzosen, Italiener und Spanier sowie Vertreter der Balkanvölker. Hinzu kamen Volksdeutsche aus den verschiedensten Siedlungsgebieten. Erst als sich das Kriegsglück gegen die Deutschen wendete, wurden auch russische Bewerber sowie solche der Randvölker der Sowjetunion, wie Leiten, Esten, Ukrainer und Weißrussen, Kaukasier, Kosaken und Kalmyken, angenommen. Nicht zu vergessen die Soldaten muslimischer Herkunft wie Bosnier, Albaner und Turkmenen, selbst außerkontinentale Völker kämpften in den Reihen der Waffen-SS: Araber und Inder. Am Ende standen rund 200.000 Ausländer unter deutschem Kommando.
Der Kampf ging verloren, und die Masse der ausländischen Freiwilligen mußte ihren Einsatz an deutscher Seite nach Kriegsende als angebliche Kollaborateure grausam büßen - aber die Bolschewisierung unseres ganzen Kontinents hatte nicht zuletzt dank ihrer Opferbereitschaft gestoppt werden können. Der renommierte Münchner Historiker Prof. Franz W Seidler ("Verbrechen an der Wehrmacht") stellt und beantwortet in seinem umfassenden Werk die Frage, ob es sich bei diesen freiwilligen Ausländern um die Vorkämpfer der europäischen Einheit gehandelt hat.
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