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Karsten Kriwat:
HINTER STACHELDRAHT
Erlebnisberichte deutscher Kriegsgefangener
160 Seiten

Das im FZ-Verlag in Vorbereitung befindliche Buch will, mehr als 60 Jahre nach Kriegsende, in zum Teil bisher unveröffentlichten Berichten an das Schicksal der Millionen deutschen Kriegsgefangenen erinnern und so die Erfahrungen der „Erlebnisgeneration“ für die jüngere Generation erhalten.

1945 befanden sich mehr als 11 Millionen deutsche Soldaten in Kriegsgefangenschaft. Sie wurden in Lagern auf fünf Kontinenten interniert und im Gewahrsam von 20 Nationen festgehalten.

Über drei Millionen Deutsche kamen allein in sowjetische Kriegsgefangenschaft, davon starb etwa eine Million. Die Gefangenen in der Sowjetunion litten besonders unter Hunger, Kälte, Schikanen, Zwangsarbeit und Terror. Die letzten deutschen Soldaten ließ Moskau erst mehr als zehn Jahre nach Kriegsende frei.

Auch in westlicher Kriegsgefangenschaft kamen viele deutsche Kriegsgefangene um – etwa in den US-amerikanischen Rheinwiesen-Lagern, wo zwischen April und Juli 1945 Tausende an Hunger und Krankheit starben. Auch in französischem Gewahrsam erging es den Gefangenen besonders schlecht. Vertreter des Roten Kreuzes warnten davor, dass 200.000 Deutsche in französischen Lagern zu verhungern drohten. Die Zeit ist reif dafür, endlich auch der deutschen Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken!

 

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