Lapp, Peter Joachim
Die zweite Chance
Wehrmachtsoffiziere im Dienste Ulbrichts
236 Seiten,
fest gebunden,
100 Dokumente,
27 x 23,5 cm
Inhaltsverzeichnis
Einleitung › Die sowjetische Gefangenschaft › Heimkehr › Wehrmachtsoffiziere – Militärkader der ersten Stunde › Kaderschmiede: Die Hauptverwaltung für Ausbildung (1949-1952) › See- und Luftpolizei (1950-1952) › Ehemalige Wehrmachtsoffiziere in der NDPD › Im Stab der KVP: »Ehemalige« in der Schlangengrube › Ein Feldmarschall der Wehrmacht als Propagandahelfer: Friedrich Paulus in der DDR (1953-1957) › Die gesamtdeutschen Aktivitäten des Vincenz Müller (1955/56) › Im Hauptstab der NVA: Die letzten Jahre der »Ehemaligen« (1956-1958) › Pensionsverein: Die »Arbeitsgemein-schaft ehemaliger Offiziere« (AeO) › Un-Ruhestand und Tod des Vincenz Müller (1958-1961) › Ehemalige Wehrmachtsoffiziere in DDR-Zivilbereichen › NDPD-Westarbeit mit »Ehemaligen« › Abwicklung: Die »Ehemaligen« verlas-sen die NVA › Zusammenfassung
Inhalt
Hunderte von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren, darunter auch Generale, die im 2. Weltkrieg in sowjetische Gefangenschaft geraten waren, stellten sich dem Aufbau der SBZ und DDR zur Verfügung. Manchmal aus Überzeugung, mehrheitlich aber auf Grund des Leidensdrucks in der UdSSR, den man nicht mehr ertragen konnte. Diese Menschen ergriffen auf Grund russischer Angebote eine »zweite Chance«, machten Karriere in Volkspolizei und Volksarmee oder in der Politik. Viele setzten auf die »Sieger der Geschichte«, wollten endlich auf der richtigen Seite sein, brachen mit ihrer Vergangenheit, glaubten zeitweise, mit ihrer Entscheidung einem künftigen unabhängigen Gesamtdeutschland dienen zu können. Das Buch, das im Jahr 2000 bei der Erstausgabe (Titel »Ulbrichts Helfer«) für ärgerliche Kommentare »linker« Historiker und Publizisten sorgte, und nun aktualisiert wurde, zeichnet das teilweise tragische Schicksal dieser Männer nach.
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